T-Achse

Da die T-Welle in Ableitungen mit positivem R auch positiv ist (aufgrund der epikardial beginnenden Repolarisation bei einer vergleichsweise längeren Aktionspotenzialdauer endokardialer Zellen) stimmt die T-Achse stimmt normalerweise weitgehend mit der QRS-Achse überein. Die Achsenbestimmung der T-Welle bekommt dann eine klinische Bedeutung, wenn sich eine bedeutsame QRS-T-Achsendivergenz ergibt. Von einer solchen, wegen der prognostischen Bedeutung auch als pathologisch bezeichneten Divergenz wird ausgegangen, wenn die Winkeldifferenz mehr als 90° beträgt. Dies Muster wird auch als Strain-Muster bezeichnet und findet sich insbesondere bei linksventrikulärer Hypertrophie

EKG Linksventrikuläres Strain-Muster

Abb.: Linksventrikuläres Strain-Muster mit Diskordanz von R und T in V3 bis V6 bei schwerer linksventrikulärer Hypertrophie. Die QRS-T-Winkeldifferenz beträgt mehr als 90° (QRS: 38°, T -68°).

Weiterführende Literatur (frei zugänglich im Internet)

  • Zhang X, Zhu Q, Zhu L, et al. Spatial/Frontal QRS-T Angle Predicts All-Cause Mortality and Cardiac Mortality: A Meta-Analysis. Backx PH, ed. PLoS ONE. 2015;10(8):e0136174.

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