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P-Achse

Die P-Achse ist definiert als die Ausrichtung der elektrischen Achsen von P im triaxialen System der Extremitätenableitungen (Frontalebene). Bei Sinusrhythmus entspricht sie weitgehend der QRS-Achse. Moderne EKG-Gerät berechnen sie und geben sie auf dem Befundausdruck an. 

Eine Abweichung der elektrischen P-Achse >60 Grad weist mit recht guter Sensitivität und Spezifität auf eine chronische Lungenerkrankung (Lungenemphysem, chronisch obstruktive Atemwegserkrankung) hin. Das Ausmaß dieser so genannten Vertikalisierung von P korreliert mit dem Ausmaß der Einsekundenkapazität (FEV1). Ursächlich nicht etwa eine Vergrößerung des rechten Vorhofes zugrunde, sondern in Zusammenhang mit einer Lungenüberblähung kommt es zu einer Verlagerung des rechten Vorhofes (der am Zwerchfell fixiert ist) nach distal. 

Abb.: Weitgehend übereinstimmende elektrische Achsen von P, R und T (Normalbefund). Die vom EKG-Gerät berechneten Werte werden auf dem Befundausdruck (in Grad) angegeben. Einthoven-Ableitungen. Registriergeschwindigkeit 50 mm/s. 

Weiterführende Literatur (frei zugänglich im Internet)

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