EKG bei Kardiomyopathien

Kardiomyopathien sind eine heterogene Gruppe von Herzerkrankungen, die gemeinsam haben, dass sie direkt den Herzmuskel betreffen und nicht Folge einer arteriellen Hypertonie, einer Arteriosklerose (bzw. deren Komplikationen), eines angeborenen Herzfehlers oder eines Herzklappenfehlers sind. Der Großteil ist genetisch bedingt und entwickelt sich im Laufe des Lebens. Bezüglich der Diskussion über die Einteilung von Kardiomyopathie sei auf die spezielle Literatur verweisen. Mehr oder weniger charakteristische EKG-Veränderungen ergeben sich bei:

Spontane Arrhythmien

Ein besonderer Aspekt von Kardiomyopathien ist, dass sie mit einer erhöhten Arrhythmieneigung einhergehen. Die Inzidenz von atrialen Arrhythmien (inkl. Vorhofflimmern) und von ventrikulären Tachyarrhythmien (Kammertachykardien Kammerflimmern) ist erhöht.

 

Basierend auf malignen ventrikulären Arrhythmien resultiert ein vermehrtes Auftreten plötzlicher Todesfälle. Dies gilt insbesondere für die dilatative Kardiomyopathie, die hypertrophe Kardiomyopathie und die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie, bei denen ein spezielles, das Auftreten von Rhythmusstörungen förderndes arrhythmogenes Substrat vorliegt. Die Arrhythmieneigung ist bei der hypertrophen Kardiomyopathie und der arrhythmogenen rechtsventrikulären Kardiomyopathie ein den meisten Fällen unabhängig von der linksventrikulären Funktion. Bei dilatative verlaufenden Kardiomyopathien korreliert das Risiko für maligne Arrhythmien eng mit dem Ausmaß der linksventrikulären Funktionseinschränkung. 

Literatur