Über diese Datenbank können elektrokardiographische Effekte von Medikamenten systematisch recherchiert werden. Sie ermöglicht die gezielte Suche nach Arzneimitteln, die mit Veränderungen im Elektrokardiogramm assoziiert sind. Dazu gehören insbesondere eine Verlängerung des QT-Intervalls mit einem erhöhten Risiko für Torsade-de-Pointes-Arrhythmien, aber auch andere proarrhythmische Effekte. Hierzu zählen beispielsweise Medikamente, die ein Brugada-typisches EKG-Muster auslösen oder verstärken können, Substanzen mit Einfluss auf die kardiale Reizleitung wie QRS-Verbreiterung oder AV-Blockierungen sowie Wirkstoffe, die Veränderungen der ST-Strecke oder der Repolarisation verursachen können.
Die Datenbank beruht auf der Auswertung wissenschaftlicher Studien, klinischer Fallberichte und pharmakovigilanzbasierter Meldesysteme. Die erfassten Medikamente werden entsprechend ihres arrhythmogenen Risikos klassifiziert, sodass sich potenziell relevante Wirkstoffe rasch identifizieren lassen. Dies kann insbesondere bei der Risikobewertung von Arzneimitteln, bei klinischen Entscheidungen sowie in wissenschaftlichen Analysen hilfreich sein, etwa bei der Bewertung möglicher proarrhythmischer Effekte oder bei der Abschätzung von Risiken für Patienten mit genetischen Arrhythmiesyndromen oder anderen kardialen Vorerkrankungen.
Für die Medikamentensuche könne sie die nachfolgend alphabetische sortierte Liste oder die Suchfunktion in der Seitenleiste nutzen.
Flecainid