Unspezifische Blockierungen

Von unspezifischen ventrikulären Leitungsblockierungen wird gesprochen, wenn der QRS-Komplex aborm verbreitert ist, ohne das die Kriterien eines Rechts- oder Linksschenkelblocks erfüllt sind. Früher wurde in solchen Fällen auch von einer Aborisationsblock oder einem fokalen Block gesprochen.

Meistens liegt eine bedeutsame myokardiale Schädigung (z. B. ein großer stattgehabter Myokardinfarkt oder eine schwere Kardiomyopathie) vor. Je länger die Dauer von QRS, desto höher die Sterblichkeit im Verlauf. Akut können solche EKG-Bilder in Zusammenhang mit schweren metabolischen Störungen, insbesondere Elektrolytverschiebungen (wie z. B. eine Hyperkaliämie), beobachtet werden.

EKG

Der QRS-Komplex ist diffus und aborm verbreitert, mindestens auf über 120 ms, meistens deutlich über 160 ms, ohne das die Kriterien eines Rechts- oder Linksschenkelblocks erfüllt sind. 

Klinische Bedeutung und Differenzialdiagnosen

Meistens liegt eine schwere Myokardschädigung vor. Zu den wesentlichen Differenzialdiagnosen gehören die klassischen Schenkelblockierungen und deren durch diverse Pathologien bedingten Beeinflussung.

Literatur (frei zugänglich im Internet)